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Irgendwo in der Wüste…

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Sonntag, 15. Mai

Während ich diese Zeilen tippe, sind wir irgendwo in der Wüste zwischen Bukhara und Urgench, auf Höhe von Darganata (Turkmenistan). Ich blicke aus dem Fenster ins Nichts. Weit und breit nur eine Steppe oder Halbwüste, wäre der Strommast parallel zur Eisenbahn nicht, könnte man meinen, hier lebt absolut niemand, ab und zu kreuzt ein wenig genutzter Weg. 

Nach einiger Zeit wird es aber auch sehr langweilig aus dem Fenster zu schauen, wenn die Fahrtzeit noch 4 Stunden beträgt, man aber nicht mehr schlafen kann. Es empfiehlt sich auch im Sommer noch eine Decke oder einen dicken Pulli mitzunehmen, nachts kann es mächtig kalt werden, in den Sommermonaten werden keine Wolldecken mehr ausgeteilt.

Das Ziel der heutigen Zugfahrt ist Khiva, aufgrund der weiten Entfernung der beiden Städte war der Nachtzug die beste Wahl. Pro Person in der ersten Klasse haben wir umgerechnet etwa 35€ bezahlt. Die Ankunft in Khiva ist um 10:58 Uhr, dort sollten wir vom Hotel abgeholt werden und verbringen zwei Nächte in der Oasenstadt. 

Mittlerweile vom Gasthaus in Khiva aus
In Urgench verspätete sich die Abfahrt des Zuges um zwanzig Minuten. Die Ankunft in Khiva war dennoch nicht gestresst. Der Kontakt vom Gasthaus hatte vergessen seiner Familie bzgl. des Transfers bescheid zu geben, dann nahmen wir uns einen Minibus auf der Straße für super billige 20.000 Som, 4 Personen, 4 Koffer und 4 Rucksäcke passten gerade so rein. 30.000 fanden wir fairer, da das Hotel liegt mitten in der Altstadt Itschan Kala liegt. Nach einen Tee und einer erfrischenden Dusche ging’s wieder nach draußen. 

Ausblick vom „Wohnzimmer“