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Rückflug nach Deutschland

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Das Prozedere ist das gleiche wie an den letzten Flughäfen auch. Die Terminalkontrolle ist sehr unfreundlich, ich zeige auf den Gürtel er sagt nein, es piept und er mault mich an ich solle ihn jetzt doch rausmachen. >>Vollidiot<<, denke ich mir nur. 

An der Spur soll ich noch meine Kopfhörer zeigen, der Rest ist okay. Ich suche nach einem Platz am Rande und warte auf den Check-In meines Fluges nach Moskau. Drei Stunden vor Abflug öffnet dieser. In der noch kurzen Schlange angestellt und den Rucksack in den Schutzsack gesetzt, Schloss dran und aufs Band. 18kg. Die Waage spinnt doch. Beim letzten Flug waren’s 16. Man kann mir nur den Bordpass für den ersten Flug geben, das Gepäck wird zum Ziel geleitet. 

Die nächste Kontrolle ist dann der Zoll. Durch grün, wenn man weniger als 2.000 USD oder äquivalent dabei hat. Handgepäck in den Scanner. Guten Flug und zur Passkontrolle für die Ausreise. Registrierung will hier keiner mehr sehen. Zwei Stempel, je einen in den Pass und auf’s Ticket. Dann die vierte Kontrolle, die übliche Richtung Airside. Dazu alle Schuhe aus und Plastiküberschuhe an.  Alles auf’s Band und endlich mal keine Sonderbehandlung. Juhu, schnell alles eingepackt und weg bevor es sich noch jemand anders überlegt. 

Im Dutyfreeshop lasse ich nochmal 170.000 So’m. Die Zeit bis zum Abflug verbringe ich im Café gegenüber vom Gate. Und dann geht das Gedränge auch schon los. Sowas wie eine Schlange bilden kann man hier wohl nicht. Friss oder stirb heißt das Motto. Ich habe gewonnen und so komme ich im ersten Bus mit. Auf einer Außenposition wartet die nicht gebuchte Boing 737-800 VQ-BJQ der UTair. 12A habe ich beim Check-In bekommen. So kann ich wenigstens die Flugzeit verschlafen. Mit leichter Verspätung geht es los. 

Boeing 737-800 von UTair

Ich wache erst kurz vor Moskau-Vnukovo auf. Wir sind überpünktlich. Und es liegt Schnee, damit sehe ich meinen Anschlussflug schon als nicht mehr pünktlich mit eventuellem Enteisen. 

Wir landen — im Vergleich zu den letzten Landungen — recht sanft. Wir rollen noch ewig vorbei an etlichen Russenkisten. Einer 737 von Transaero hat man die „Ärmchen“ abgeschnitten… bis wir am Terminal sind. Über den Finger geht’s vorbei an der Passkontrolle zum Transitschalter, ich bekomme einen neuen Bordpass und muss nochmal kurz durch die Siko, alles kann drin bleiben. Das war’s für’s erste. Es geht noch durch die Passkontrolle und dann mache ich mich auf den Weg in die Tchaikovsky Lounge, welche fast am Ende des Terminals liegt. 

Als erstes wird die Dusche besucht und dann gefrühstückt. Langsam vergeht auch die lange Zeit, sodass ich pünktlich zum Boarding aufbreche, noch einen Blick nach draußen, Uzbekistan Airways ist inzwischen auch schon angekommen. 

Ich muss nochmal meinen Pass beim Schalter nebenan zeigen, irgendwas mit Dokumentencheck. In der Liste steht meine aktuelle Passnummer, also warum der Circus? 

Ab rein in den Bobby und ab auf 9F. Der kleine füllt sich langsam, der Mittelsitz bleibt frei. Wir werden noch enteist und dann geht’s los. Ich schlafe beim Start ein, irgendwo über Weißrussland bin ich dann auch wach und nutze die restliche Flugzeit für den Bericht. 

Auf dem Weg nach Berlin-Tegel TXL

Der Anflug auf Berlin ist seltsam. Ungewohnt. Aber schließlich geht alles gut und wir stehen neben der MIAT Boeing 767. Mit dem Bus zum Terminal und nach Rekordverdächtigen fünf Minuten habe ich mein Gepäck, beim Weg nach draußen noch ein Bahnticket nach Hamburg gebucht und mit dem nächsten Bus die DB Lounge angesteuert. Gegen 17 Uhr bin ich zuhause. 

Damit geht eine sehr schöne Reise zu Ende.