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Ortswechsel nach Borjomi

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Samstag, 7. März 2020

Der ruhige Tag tat ganz gut. Gegen 7 stand ich auf und machte mich fertig. Es gab noch ein reichhaltiges Frühstück, bevor ich für die beiden Nächte zahlte und mich zum Bahnhof aufmachte. Mein Gastgeber hatte sich im Vorfeld für mich informiert, wann der Zug fuhr, da die online gefundenen Pläne nicht mehr up2date waren. Am Bahnhof löste ich noch für einen Lari den Fahrschein und wartete am Gleis auf den Zug aus Tiflis. 

Auch hier fand ich zahlreiche Lokomotiven Sowjetischer Bauart

Gegen 9:07 kam der Zug an, viele stiegen aus, heute verkaufte niemand etwas am Gleis. In diesem Zug gibt es drei Großraum-Abteile, mit teils sehr ausleierten Sitzen. Ich suchte mir einen heilen und nahm für die nächste Zeit platz. Eine Zuweisung von festen Plätzen gibt es hier nicht. Zwischendurch wurde auch der Fahrschein kontrolliert. 

Laut meiner Information dauere die Fahrt gute zwei Stunden, da der Zug an jeder Milchkanne anhalten wird, auch hier sind die Informationen von Rome2Rio mit lediglich einem Zwischenstopp falsch. Die Bahn schlängelt sich entlang eines Flusses durch die Berge nach Borjomi. Entlang der Strecke säumen verlassene Häuser und Bahnhofsruinen die Strecke. Hier und da führt eine alte, marode Hängebrücke über den Fluss. Angst vor dem Virus hat hier nahezu keiner, nur die beiden Japaner vor mir tragen Mundschutz. Es macht Spaß unterwegs zu sein und im schaukelnden Zug die Landschatz beobachten zu können. 

In Borjomi werde ich drei Nächte bleiben. Nachdem der Zug deutlich früher als erwartet in Borjomi angekommen war und darüber hinaus bis nach „Parki“ (dies ist der Innenstadt-Bahnhof) gefahren ist, die Angabe bei Rome2Rio ist schlichtweg falsch. Der Zug kommt um 9:07 in Khashuri an und fährt nach 8 Minuten Aufenthalt weiter unterwegs hält der Zug 7x und braucht für die Strecke knapp 1,5 Stunden. Das Ticket kann nicht online gekauft werden, sondern nur am Abfahrtstag und das auch nur bis 5 Min vor Abfahrt, Khashuri-Borjomi kostet derweil nur 1 Lari (ca. 30 Cent).

Im ersten Bahnhof der Stadt konnte ich bereits das morgige Highlight sehen, darüber hinaus wartet der Zug augenscheinlich auf umsteigende Fahrgäste, was lt. Wikitravel nicht der Fall sein soll. Nach einigen Minuten geht’s dann auch weiter zur letzten Station „Borjomi Parki“. Von hieraus brauche ich nur gute fünf Minuten zu meiner gebuchten Unterkunft.

Ich bekam noch einen Tee mit etwas Kuchen, um mich zu stärken.