Helvetic Airways – Fokker 100

August 2018

Im August 2018 kam ich endlich zur Fokker 100. Gebucht war die Verbindung Berlin – Zürich – Hannover. Auf dem ersten Segment am Samstagabend sollte die F100 fliegen und zu meinem Glück kam es auch dazu. Mit dem Flixbus ging es nach Berlin-Tegel, nachdem ich vergeblich die Boardkarte versuchte aus dem Automaten zu lösen machte ich mich bis zur Öffnung des Gates in die Airport Lounge. Auch wenn das Angebot nicht das Beste war, war es doch besser als im Terminal warten zu müssen. Nach einem Snack und ein paar Bier ging es zum Check-In A04, wo mich der Mitarbeiter ein wenig verdutzt angeschaut hatte, als ich meine Verbindung sagte. 

Machen nicht viele, ist eine interessante Verbindung waren seine Worte. Bahn fahren kann ja schließlich jeder. Noch schnell die Flasche gelehrt und das erste Mal durch die Gate-Sicherheitskontrolle, es war nicht viel los, so war ich gerade mal zwanzig Minuten vor Boardingbeginn dort. 

Die üblichen Prozeduren kennt ja jeder, neu war die Kontrolle der Powerbank, durch einen Plausch wurde mir erklärt, welche kW-Werte erlaubt seien, so ist bis 100 kW alles gut, ab einhundert wird die Zustimmung der Airline benötigt und über 160kW werden erst gar nicht an Board gelassen. Im Aufgabegepäck ist es schon bei einer geringen Zahl verboten. 

In der Ferne erblickte ich vier echte Exoten: jeweils eine Ilyushin IL-76TD und IL-96-300 und zwei Tupolev Tu-214 der russischen Regierung. Jede einzelner dieser Maschinen wäre ein echter Traum! 

Meine heutige Maschine landete soeben und rollte zu einer Außenposition, mit leichter Verspätung startete das heutige Busboarding und so ging es als einer der letzten in der ersten Bus. Und da stand sie. Aus dem Hause Fokker. Mit dieser Fokker 100 der Helvetic Airways sollte es heute Abend noch nach Zürich.

Wir hatten volles Haus, im Online Check-In 23 Stunden vor Abflug waren nur noch die besten Plätze an den Notausgängen frei, so entschied ich mich für 13F. Die Beinfreiheit war grandios. Alle Vorbereitungen waren abgeschlossen, da erklang eine Ansage aus dem Cockpit, „der Flughafen stünde sich selbst auf den Füßen, daher können wir noch nicht los“. 

Was wäre Berlin ohne Chaos? Irgendwann ging es dann doch zurück, die MD-82 der BUC zischte noch durch und dann waren wir auch schon auf dem Weg zum Start in den bereits dunklen Berliner Nachthimmel. 

Die heutige Flugzeit sollte eine knappe Stunde betragen und schon bald begann der Service. Ein Käsesandwich dazu ein Bier. Die Aussicht war von tiefen schwarz und Blautönen gesäumt. Wir landeten noch beinahe pünktlich in Kloten, ein paar Abzüge in der B-Note aber sonst alles top. Es war ein schöner Flug, der nun meine Fokker Familie vervollständigte, die F27 und F28 habe ich mittlerweile abgeschrieben.

Für die Nacht suchte ich mir, nach der Busfahrt zum Terminal, ein etwas dunkleres Gate mit einer großen Liegefläche, mit Schlafsack ließ es sich dort auch einigermaßen schlafen, bis die nächtlichen Reinigungsarbeiten begannen, gegen halb fünf war die Nacht nun endgültig vorbei. Zum Frühstück ging es noch in die Aspire Lounge, ehe mich Swiss für den Weiterflug nach Hannover mit einer fast leeren Bombardier CSeries 100 überraschte.

Die Außenaufnahmen der Fokker 100 sind an einem anderen Tag während eines Spotting-Aufenthaltes von der Besucherterrasse in Berlin-TXL entstanden.

Share